18.02.2010 // 20:00
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sterzinger solo

„war falco eine reblaus?“

sterzinger spielt akkordeon, plaudert und singt. am tatort wienerlied, mit material von h.werner ueber h.c. artmann bis h. hoelzl.

sie hoeren verstoerende neu-interpretationen, skurril vertonte kurzgeschichten und hinterlistige collagen. auch ein schlager lied könnte dabei sein, und wiener lieder mit
englischem akzent

rather viennoes – schmäh im slow

stefan sterzinger reiste mit seinem akkordeon aus wien an – seinen auftritt einfach als eine darbietung von wienerliedern der gegenwart zu beschreiben, wäre zwar nicht falsch, aber treffend beschreiben würde man seine musik, seine geschichten und seinen vortrag dadurch nicht.

zu nuancenreich war der gesamte auftritt, zu vielseitig ist seine musikalische vergangenheit, um dafür eine knappe und griffige beschreibung finden zu können. auch als dada-chanson, schmäh-tango oder alpenländischen operetten-folk dürften facetten seiner kunst bezeichnet werden. würde sterzinger sie nicht derart schön wienerisch vortragen, fast wäre man geneigt, ihn dafür zu schelten, daß er jemals beschlossen hat,
sich an sphäre eines musikalischen genres zu binden.

der person stefan steht es gut, seinen vortrag auf die wiener attitüde aufzubauen, um diese auch gleich in ihrer klischeehaftigkeit wieder zu durchbrechen, nicht zuletzt, indem er zwischendurch mal wienerisch mit amerikanischem akzent singt. die durch den künstler sterzinger verbreitete stimmung ist zu stark durch intelligente ironie und subtile herzlichkeit dem publikum gegenüber geprägt, um in dumpfe dauermelancholie oder misanthropie zu verfallen.

sterzinger spielt nicht. mal arbeitet er die worte, die töne, die aussage unter stirnschweiß aus sich und seinem instrument heraus, mal scheint er in aller leichtigkeit er selbst zu sein und teilt sich und seine inhalte dem publikum mit, indem er einfach plaudernd musiziert. einer der schönsten abende, die ich bisher im slow erlebendurfte. (Hans Georg Schmidt, Berlin)

Weitere Info
www.sterzinger.priv.at